Leserbrief: Acht Fakten für ein Ja

Limmattaler Zeitung, 28.5.2018

1. Damit eine Familie, ein Verein, eine Firma, ein Dorf, eine Stadt oder ein Staat zum Wohl der Menschen funktioniert, braucht es Regeln. Deshalb hat die Schweiz schon 1923 und 1998 Regeln für Geldspiele aufgestellt.
2. Nun müssen diese Regeln dringend dem Internetzeitalter angepasst werden.
3. Weil es heute im Internet keine Schweizer Geldspielangebote gibt (diese sind aktuell in der Schweiz verboten), benutzen die schweizerischen Online-Spieler ausländische Online-Casinos.
4. Online-Spieler aus der Schweiz verschieben pro Jahr etwa 250 Millionen Franken an Spielbanken im Ausland. Tendenz steigend. Dadurch verliert die Schweiz Steuereinnahmen. Dazu kommt, dass die Sozialkosten für bankrotte Geldspieler wir Schweizer bezahlen müssen.
5. Diesen unhaltbaren Zustand ändert das neue Geldspielgesetz. Neu können Schweizer Spielbanken Online-Spiele anbieten, wenn sie eine Bewilligung erhalten.
6. Ausländische, in der Schweiz unbewilligte Online-Spiele sollen mit einer Netzsperre belegt werden. Die Gegner des Geldspielgesetzes sprechen von Zensur. Diese Aussage ist irreführend! Hier geht es nicht um die Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern nur um die Sperrung von illegalen Geldspielen. Gegen 20 europäische Länder kennen diese Netzsperre und weitere werden folgen.
7. Unter den Gegnern des Geldspielgesetzes findet man viele NoBillag-Initianten und -Befürworter. Am vergangenen 4. März wollten diese Kreise die SRG abschaffen und den Staat schwächen. Nun versuchen sie, das Geldspielgesetz zu verhindern, nur weil der Staat dringend nötige Leitplanken gegen illegale Online-Geldspiele setzen will.
8. Ein Ja zum Geldspielgesetz setzt zeitgemässe Regeln in Kraft.

Albert Isler, Dietikon