Ja zu AHV, Sport und Kultur – Ja zum neuen Geldspielgesetz!

Hans Peter Danuser und Amelie-Claire von Platen sind ein ungewöhnliches Paar. Und doch so ähnlich, wenn es darum geht, Sachen anzupacken. Ihr Blog-Motto ist den auch: «Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.»

Am 10. Juni 2018 stimmen wir wieder über eine Sache ab, die für Bewohner der Südostschweiz klar sein sollte: Das neue Geldspielgesetz gewährleistet uns die jährliche Milliarde, die Lotterien und Casinos für wohltätige Zwecke einsetzen müssen: direkt an die AHV oder via kantonalen Lotteriefonds an die Sport- und Kulturförderung. Die Schweizer Casinos haben im Laufe der letzten 14 Jahre zusammen 5 Mia Franken allein der AHV überwiesen.

Bei einer Ablehnung des neuen Gesetzes werden diese Beiträge abnehmen, und vermehrt wird Geld ins Ausland fliessen. Klar, dass die internationale Konkurrenz den Jungfreisinnigen unter anderem ihre gesamte Abstimmungskampagne finanziert.

Die Offshore-Online-Geldspielanbieter haben bereits die Unterschriftensammlung für das Referendum mit rund 500’000 Franken finanziert. Das ist für einen Schweizer stossend und verdient die Quittung an der Urne.

Es macht doch keinen Sinn, die Schweizer Spielbanken und Lotteriegesellschaften zur Einhaltung von strenge Auflagen und zu Abgaben zu verpflichten, wenn im Internet gleichzeitig ein riesiges Angebot unkontrollierter Geldspiele zugänglich ist und genutzt wird. Geschätzte 250 Millionen Franken fliessen so jährlich aus der Schweiz ab und fehlen der Gemeinnützigkeit.

Illegale Online-Anbieter aus Offshore-Staaten wie Malta, Gibraltar, Antigua etc. bieten keinen Schutz vor Spielsucht, Geldwäscherei oder Betrug und sie bezahlen in der Schweiz weder Steuern noch Abgaben für die Gemeinnützigkeit.

Zugangssperren sind eine verbreitete Massnahme. Eingesetzt werden sie bereits in zahlreichen Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Belgien, Portugal oder Norwegen (geplant).

(Autor: Hans Peter Danuser)